Mehrwertsteuer-Rechner (MwSt-Rechner) Deutschland 2026
Deutschland MwSt 2026: Mehrwertsteuer berechnen, Umsatzsteuer berechnen oder Netto aus Brutto ermitteln. Mit unserem Umsatzsteuerrechner erhalten Sie sofort das Ergebnis für 19 %, 7 % und 0 %.
Berechnen Sie die deutsche Mehrwertsteuer (MwSt) sofort, indem Sie die Steuer zu Netto- oder Bruttobeträgen hinzufügen oder abziehen. Unterstützt alle offiziellen Sätze inklusive 19%, 7% und 0% (steuerfrei).
Mehrwertsteuersätze in Deutschland — 2026
| Steuersatz-Typ | Anwendungsbereich | Prozentsatz | Gilt für |
|---|---|---|---|
| Regelsatz (Standard) | 🛍️ Waren & Dienstleistungen | 19% | Die meisten Konsumgüter, Elektronik, Fahrzeuge, Alkohol und gewerbliche Dienstleistungen. |
| Ermäßigter Satz | 📚 Lebensmittel & Bücher | 7% | Lebensmittel, Leitungswasser, Bücher, E-Books, Zeitungen, Nahverkehr, Hotelübernachtungen. |
| Steuerbefreit | 🚢 Exporte & B2B | 0% | Ausfuhrlieferungen (Exporte), innergemeinschaftliche Lieferungen in der EU, grenzüberschreitende B2B-Dienstleistungen (Reverse Charge). |
Quelle: Bundesministerium der Finanzen (BMF). Kleinunternehmergrenze: €25,000 prior year / €100,000 current year (Kleinunternehmerregelung, since 2025).
Netto ↔ Brutto Rechner (Massenberechnung)
Müssen Sie Netto- und Bruttobeträge in großen Mengen umrechnen? Nutzen Sie unser globales Reverse-Tool.
Nur zu Informationszwecken. Steuersätze ändern sich regelmäßig – prüfen Sie die Angaben vor einer Abgabe bei Ihrer zuständigen Finanzbehörde. Dieses Tool ersetzt keine professionelle Steuerberatung.
· Quellenangaben zu den Steuersätzen werden im TaxesLedger-Datenregister geführt.
Dieser MwSt-Rechner ermöglicht es Ihnen, die deutsche Mehrwertsteuer sofort hinzuzufügen oder abzuziehen, basierend auf den offiziellen Sätzen (19%, 7% und 0%).
Ratgeber: Umsatzsteuer und Mehrwertsteuer in Deutschland
Was ist Netto?
Der Netto-Betrag stellt den reinen Wert einer Ware oder Dienstleistung ohne Steuern dar. Im B2B-Bereich wird fast ausschließlich in Netto gerechnet, da Unternehmen vorsteuerabzugsberechtigt sind.
Was ist Brutto?
Der Brutto-Betrag ist der Endpreis inklusive Mehrwertsteuer. Dies ist der tatsächliche Preis, den Endverbraucher bezahlen müssen.
Was ist die Mehrwertsteuer (MwSt)?
Die Mehrwertsteuer (MwSt), gesetzlich Umsatzsteuer (USt) genannt, ist eine Konsumsteuer auf Waren und Dienstleistungen. In Deutschland beträgt sie regulär 19 % oder ermäßigt 7 %.
Wer nutzt den deutschen Mehrwertsteuerrechner?
Freiberufler & Rechnungsstellung in Deutschland
Freiberufler und Unternehmer müssen korrekte Rechnungen erstellen. Sie müssen Netto, den angewendeten Steuersatz und den Bruttobetrag getrennt ausweisen, sofern sie nicht unter die Kleinunternehmerregelung fallen.
E-Commerce & OSS-Konformität
Online-Händler, die B2C-Waren nach Deutschland oder in andere EU-Länder versenden, nutzen diesen Rechner, um die korrekte Umsatzsteuer für die OSS-Meldungen zu ermitteln.
Buchhaltung & MwSt-Prüfung
Buchhalter prüfen hiermit Eingangsrechnungen und Belege, um die abziehbare Vorsteuer (VorSt) korrekt in die Umsatzsteuer-Voranmeldung einzutragen.
Import/Export-MwSt-Berechnungen
Unternehmer und Speditionen berechnen hiermit die Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) an deutschen Grenzen.
Formeln zur MwSt-Berechnung in Deutschland
Die manuelle Berechnung erfolgt nach folgenden mathematischen Formeln:
Netto zu Brutto (MwSt hinzufügen):
Beispiel bei 19% MwSt: Brutto = Netto × 1,19
Brutto zu Netto (MwSt herausrechnen):
Beispiel bei 19% MwSt: Netto = Brutto ÷ 1,19
Mehrwertsteuer-Betrag ermitteln:
Was ändert sich 2026 bei der Mehrwertsteuer?
Die wichtigste Änderung des Jahres: Seit dem 1. Januar 2026 gilt für Speisen in der Gastronomie dauerhaft der ermäßigte Satz von 7 % — das Restaurantessen wird damit steuerlich wieder wie Take-away behandelt. Getränke bleiben bei 19 %. Parallel läuft die Umstellung auf die E-Rechnung: Seit Januar 2025 muss jedes Unternehmen strukturierte elektronische Rechnungen (z. B. XRechnung, ZUGFeRD) empfangen können; die Pflicht, selbst welche auszustellen, folgt gestaffelt ab 2027.
7 % oder 19 %? Die Detail-Tabelle mit den bekannten Kuriositäten
Deutschland ist berühmt für seine Abgrenzungsfälle beim ermäßigten Satz. Diese Tabelle ordnet die wichtigsten Kategorien zu — inklusive der Klassiker, bei denen sich selbst Profis vertun:
| Kategorie | Satz | Anmerkung |
|---|---|---|
| Grundnahrungsmittel (Brot, Milch, Obst, Gemüse) | 7 % | Auch Take-away und Lieferdienste |
| Speisen im Restaurant | 7 % | Seit 1.1.2026 dauerhaft; Getränke bleiben 19 % |
| Trinkwasser (Leitung) | 7 % | Mineralwasser in Flaschen: 19 % |
| Bücher, Zeitungen, E-Books | 7 % | Seit 2019 auch digitale Ausgaben |
| ÖPNV und Bahn-Fernverkehr | 7 % | Fernverkehr seit 2020 ermäßigt |
| Hotelübernachtung | 7 % | Frühstück und Nebenleistungen: 19 % |
| Schnittblumen und Tierfutter | 7 % | Klassiker: Hundefutter 7 %, Babywindeln 19 % |
| Arzneimittel | 19 % | Anders als in Österreich (10 %) voll besteuert |
| Elektronik, Kleidung, Möbel, Kfz | 19 % | Regelsatz — alles ohne Sonderregel |
| Handwerk, Beratung, Software, Friseur | 19 % | Dienstleistungen fast immer 19 % |
| Exporte und ig. Lieferungen (B2B) | 0 % | Steuerfrei mit Vorsteuerabzug |
| Ärzte, Versicherungen, Wohnungsmiete | befreit | Ohne Vorsteuerabzug (§ 4 UStG) |
Rechtsgrundlage: § 12 UStG mit Anlage 2. Im Zweifel gilt 19 %.
Mehrwertsteuersätze in Deutschland seit 1968
Die Mehrwertsteuer mit Vorsteuerabzug wurde in Deutschland zum 1. Januar 1968 eingeführt und startete bei 10 %. Seither wurde der Regelsatz acht Mal angepasst — zuletzt 2007, mit einer befristeten Corona-Senkung 2020:
| Gültig ab | Regelsatz | Ermäßigter Satz |
|---|---|---|
| 01.01.1968 | 10 % | 5 % |
| 01.07.1968 | 11 % | 5,5 % |
| 01.01.1978 | 12 % | 6 % |
| 01.07.1979 | 13 % | 6,5 % |
| 01.07.1983 | 14 % | 7 % |
| 01.01.1993 | 15 % | 7 % |
| 01.04.1998 | 16 % | 7 % |
| 01.01.2007 | 19 % | 7 % |
| 01.07.2020 (bis 31.12.2020) | 16 % | 5 % |
| seit 01.01.2021 | 19 % | 7 % |
Praktische Konsequenz: Belege aus dem zweiten Halbjahr 2020 rechnen Sie mit 16 % bzw. 5 % zurück — der Rechner oben akzeptiert dafür jeden eigenen Satz.
Umsatzsteuer-Voranmeldung: Rhythmus und Fristen
Die berechnete Steuer melden Unternehmen über die Umsatzsteuer-Voranmeldung (UVA) via ELSTER — fällig jeweils am 10. Tag nach Ablauf des Voranmeldungszeitraums. Mit Dauerfristverlängerung verschiebt sich die Frist um einen Monat (bei monatlicher Abgabe gegen eine Sondervorauszahlung von 1/11).
| USt-Zahllast im Vorjahr | Rhythmus (seit 2025) |
|---|---|
| über €9.000 | monatlich |
| €2.000 – €9.000 | vierteljährlich |
| bis €2.000 | Befreiung von der UVA möglich — nur Jahreserklärung |
Schwellenwerte angehoben durch das Wachstumschancengesetz (gültig seit 2025).
Pflichtangaben auf deutschen Rechnungen (§ 14 UStG)
Ohne formal korrekte Rechnung kein Vorsteuerabzug. Eine Rechnung über €250 brutto muss enthalten:
- Vollständiger Name und Anschrift von Leistendem und Leistungsempfänger
- Steuernummer oder USt-IdNr. des Ausstellers
- Ausstellungsdatum und fortlaufende Rechnungsnummer
- Menge und Art der Lieferung bzw. Umfang der Leistung
- Liefer-/Leistungszeitpunkt
- Nettoentgelt, aufgeschlüsselt nach Steuersätzen (19 % / 7 %)
- Steuersatz und Steuerbetrag — oder Hinweis auf eine Steuerbefreiung
Für Kleinbetragsrechnungen bis €250 brutto genügen vereinfachte Angaben (Bruttobetrag plus Steuersatz) — hier rechnet dieser Rechner Netto und Steuer aus dem Bruttobetrag heraus.
Der Rundungs-Klassiker: Warum 19 % von 100 € nicht 19 € auf dem Bon sind
Die USt wird auf den Cent kaufmännisch gerundet — und zwar wahlweise pro Rechnungsposition oder auf die Endsumme. Bei vielen kleinen Positionen weichen beide Methoden um einige Cent voneinander ab: 100 Artikel à €1,03 ergeben pro Position gerundet eine andere Steuersumme als die Rundung auf den Gesamtbetrag. Beide Methoden sind zulässig — entscheidend ist, eine Methode konsequent anzuwenden. Wenn Ihr Ergebnis um 1–2 Cent von einem Kassenbon abweicht, liegt das fast immer an dieser Positionsrundung, nicht an einem Rechenfehler.
Häufig gestellte Fragen
Schnelle Antworten auf die häufigsten Fragen.
Wie funktioniert das Reverse-Charge-Verfahren bei B2B-Umsätzen in Deutschland?
Bei grenzüberschreitenden B2B-Umsätzen zwischen Deutschland und einem anderen EU-Mitgliedstaat wird keine Umsatzsteuer in der Rechnung ausgewiesen. Stattdessen muss der Käufer die Steuer in seinem Land selbst anmelden (Verlagerung der Steuerschuldnerschaft). Beide USt-IdNrn. müssen auf der Rechnung stehen.
Was ist das OSS-Verfahren (One Stop Shop) für deutsche Online-Händler?
Das OSS-Verfahren vereinfacht die Umsatzsteuererklärung für deutsche Händler bei Verkäufen an B2C-Kunden im EU-Ausland. Übersteigt der grenzüberschreitende B2C-Jahresumsatz in der EU 10.000 €, muss die Steuer des Ziellands erhoben und über das OSS-Portal des BZSt gemeldet werden.
Was ist der Unterschied zwischen steuerfreien Umsätzen und 0 % MwSt?
Steuerfreie Leistungen (z. B. Arztbehandlungen oder Finanzgeschäfte) enthalten keine MwSt., erlauben aber keinen Vorsteuerabzug. Umsätze mit 0 % MwSt. (z. B. Exporte oder PV-Anlagen) erlauben dem Unternehmen den vollen Vorsteuerabzug für zugehörige Einkäufe.
Welche Rundungsregeln gelten für die Umsatzsteuer in Deutschland?
Nach deutschem Steuerrecht wird die Umsatzsteuer centgenau berechnet und kaufmännisch gerundet (ab 0,5 Cent aufgerundet). Unternehmen können wählen, ob sie die Steuer pro Rechnungsposten oder auf den Gesamtbetrag runden. Dies muss einheitlich geschehen.
Wie lange müssen Umsatzsteuerbelege und Rechnungen aufbewahrt werden?
Nach deutschem Handelsrecht (HGB) und der GoBD müssen alle umsatzsteuerlich relevanten Rechnungen, Belege und Geschäftsbücher mindestens 10 Jahre aufbewahrt werden. Die Frist beginnt mit dem Ablauf des Kalenderjahres der Ausstellung.
Was ist die Pflicht zur E-Rechnung ab 2025/2026?
Ab dem 1. Januar 2025 müssen alle in Deutschland ansässigen B2B-Unternehmen in der Lage sein, strukturierte elektronische Rechnungen (z. B. ZUGFeRD oder XRechnung) zu empfangen. Die Pflicht zur Ausstellung wird schrittweise bis 2028 eingeführt.
Wie wird die Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) berechnet?
Die Einfuhrumsatzsteuer berechnet sich aus dem Zollwert der importierten Ware zuzüglich eventueller Zölle und Transportkosten bis zum ersten Bestimmungsort in der EU. Sie wird an der Grenze erhoben und kann von Unternehmen als Vorsteuer abgezogen werden.
Was passiert, wenn auf einer Rechnung die USt-IdNr. des Ausstellers fehlt?
Nach § 14 UStG muss eine Rechnung entweder die Steuernummer oder die USt-IdNr. des Ausstellers enthalten. Fehlt diese Angabe, ist die Rechnung ungültig, und der gewerbliche Käufer verliert den Anspruch auf Vorsteuerabzug beim Finanzamt.
Welche Verspätungszuschläge drohen bei verspäteter Umsatzsteuer-Voranmeldung?
Die verspätete Abgabe der Voranmeldung kann zu einem Verspätungszuschlag von bis zu 10 % der festgesetzten Steuer (max. 25.000 €) führen. Bei verspäteter Zahlung fallen Säumniszuschläge von 1 % des abgerundeten geschuldeten Betrags pro angefangenen Monat an.
Kann ein Kleinunternehmer freiwillig auf die Umsatzsteuerbefreiung verzichten?
Ja, Kleinunternehmer können freiwillig zur Regelbesteuerung optieren. Diese Entscheidung bindet das Unternehmen für mindestens fünf Kalenderjahre. Dies ist sinnvoll, wenn hohe Anfangsinvestitionen getätigt wurden und die Vorsteuer erstattet werden soll.
Wie hoch ist der Mehrwertsteuersatz in Deutschland?
Der Regelsatz beträgt 19 %. Der ermäßigte Steuersatz liegt bei 7 % und gilt z.B. für die meisten Lebensmittel, Bücher, Zeitungen und Hotelübernachtungen. Der Steuersatz von 0 % gilt u.a. für Exporte.
Wie berechne ich die Netto-Summe aus dem Brutto-Preis?
Teilen Sie den Brutto-Verkaufspreis durch 1 + Steuersatz (z. B. durch 1,19 bei 19 % MwSt). Das Ergebnis ist der Netto-Betrag.
Was ist der Unterschied zwischen Vorsteuer und Umsatzsteuer?
Die Umsatzsteuer zahlen Kunden an Ihr Unternehmen. Die Vorsteuer ist die Umsatzsteuer, die Sie selbst an Lieferanten zahlen. Beim Finanzamt wird die Differenz eingereicht.
Was besagt die Kleinunternehmerregelung?
Seit dem 1. Januar 2025 gilt: Lag Ihr Umsatz im Vorjahr unter 25.000 € und übersteigt er im laufenden Jahr 100.000 € nicht, müssen Sie keine Umsatzsteuer erheben (Steuerbefreiung nach § 19 UStG, neu gefasst durch das Jahressteuergesetz 2024). Die Umsätze sind seither Nettogrenzen und die Befreiung wirkt EU-weit über die EU-Kleinunternehmerregelung.
Alle Sätze, Schwellenwerte und Vorgaben auf dieser Seite stammen aus offiziellen Veröffentlichungen der Behörden und unabhängiger Forschungsinstitute.
Internationale Steuerinstitutionen
Europäische Kommission — MwSt-Leitfaden
Umfassendes Portal zu Mehrwertsteuersätzen und -regeln aller 27 EU-Mitgliedstaaten, inklusive B2B-/B2C-Vorgaben.
ec.europa.euOECD — Verbrauchsteuer-Datenbank
Vergleichsdaten zu MwSt-/GST-Systemen und Verbrauchsteuertrends der OECD-Länder.
oecd.orgTaxesLedger ist ein unabhängiges Bildungsangebot ohne Verbindung zu einer Behörde. Prüfen Sie Angaben vor einer Abgabe immer bei der zuständigen Steuerverwaltung. Letzte Registeraktualisierung: 11. September 2026.
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